Berlin –
Hauptstadt der Deutschen
Berlin als Hauptstadt hat schon
zahlreiche Regierungen kommen und gehen sehen. Erstmals erlangte
die Stadt dabei einen Status als Hauptstadt nachdem im Jahr 1701
Friedrich I. zum König von Preußen gekrönt wurde. Zur Hauptstadt
des Preußischen Königsreichs wurde Berlin dabei jedoch erst
richtig im Jahr 1710, als die Städte Berlin, Cölln,
Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt zur
Königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin zusammengefasst
wurden.
Nachdem 1861 sich Berlin durch die
Eingemeindung von Moabit und Wedding, sowie Tempelhof und
Schöneberg, Spandau und weiterer Vorstädte weiter vergrößert
hatte, wurde Berlin 1871 zur Hauptstadt des neu gegründeten
Deutschen Reichs, das bis zur Abdankung des letzten Deutschen
Kaisers, Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen , kurz
Wilhelm II. am 9. November 1918 eine konstitutionelle Monarchie
war.
Auch in der Weimarer Republik war
Berlin weiterhin Hauptstadt. Diese Ära dauert von Ende des 1.
Weltkrieges an – 1918 - bis 1933, bis zur Machtergreifung der
Nationalsozialisten. Ab da wurde Berlin „Hauptstadt des Dritten
Reichs“ genannt und im 2. Weltkrieg fast völlig zerstört. Nach dem
2. Weltkrieg beherrschten „Trümmerfrauen“ das Stadtbild der Stadt,
die nach dem 2. Weltkrieg in vier Sektoren aufgeteilt wurde. Im
Winter 1948/49 kam es zur wirtschaftlichen Blockade von
West-Berlin. Diese wurden durch die Westalliierten durch die
Luftbrücke überwunden. 1949 schließlich wurden zwei deutsche
Staaten gegründet. Der Ostteil von Berlin wurde dabei zur
Hauptstadt der DDR. West-Berlin hatte da facto ab diesem Zeitpunkt
eine Sonderstellung – es gehörte zur Bundesrepublik Deutschland.
Der Bau der Berliner Mauer begann 1961. 1989 wurde diese – ohne
Widerstand der an den Checkpointen stehenden Soldaten der
Volksarmee der DDR – die ersten Teile der Mauer eingerissen – der
Niedergang der DDR damit besiegelt. Seit 1991 ist Berlin wieder
Hauptstadt von Gesamtdeutschland. |