Mit der Grundsteinlegung
1971 und der Eröffnung des Internationalen Flughafens von
Mahé im Jahr 1972 war der Grundstein für den zunehmenden
Tourismus auf der Inselgruppe gelegt.
Der Tourismus ist heute die Haupteinnahmequelle der
Seychellen. Die Seychellen erlebten in den 1970er Jahren
durch den Tourismusboom ein rasches Wirtschaftswachstum.
Darüber hinaus werden
noch Fisch und Fischprodukte exportiert. Darüber hinaus
zählen zu den Exportgütern aber auch Kokosnüsse, Vanille,
Zimt, Süßkartoffeln, sowie Maniok (Tapioka) und Bananen,
aber auch Grill-Hühnchen. Gegenüber anderen afrikanischen
Staaten liegt das Bruttoinlandsprodukt der Seychellen
recht hoch.
Wichtigste Handelspartner
im Exportgeschäft der Seychellen sind nach wie vor
Frankreich und Großbritannien. Darüber hinaus werden auch
viele Produkte nach Spanien exportiert und auch nach
Italien und Japan und in den Jemen. Deutschland, Thailand
und die Niederlande und auch die USA gehören dabei zu den
eher kleineren Handelspartnern der Seychellen. Wichtigste
Handelspartner im Importgeschäft hingegen sind
Saudi-Arabien und
Spanien, aber auch Frankreich und
Großbritannien. Großbritannien jedoch nur zum einem
kleinen Teil. Mehr Waren hingegen importieren die
Seychellen aus
Singapur und Südafrika, sowie aus Italien,
aber auch Taiwan. Darüber hinaus sind wichtige
Handelspartner auch die Staaten der South African Customs
Union, wie Südafrika, Botswana, Namibia, aber auch Lesotho
und Swasiland.
Von den rund 30.000
Arbeitsplätzen auf der Inselgruppe werden rund die Hälfte
durch den Staat gestellt und zwar in den vorwiegend in den
1980er Jahren gegründeten Staatsunternehmen. Viele
Menschen arbeiten in der Tourismusbranche. Es gibt
darunter auch sehr viele Gastarbeiter aus den
Anrainerstaaten der Seychellen.
Die Wirtschaft der
Seychellen hat sehr starke volkswirtschaftliche
Strukturprobleme und ein hohes Handelsdefizit. Der
Einfluss des Staates auf die Wirtschaft hat zur Stagnation
geführt und führte auch zu einer hohen Inflation und
Liquiditätsproblemen. Die Regierung der Seychellen steht
deshalb mit dem IWF, dem Internationalen Währungsfonds in
Verhandlungen, die seit 2003 intensiver geworden sind. Die
Seychellen verfügen über keine großen Devisenreserven.
Einzig der Tourismus bringt Devisen ins Land, wobei jedoch
mehr als die Hälfte der Einnahmen aus dem
Tourismusgeschäft wieder in den Import von Nahrungsmitteln
investiert werden muss, das es einen Mangel an
kultivierbaren Flächen auf den Inseln gibt. Aufgrund
dieses naturgegebenen Hindernisses sieht man auch in
Zukunft keine Entwicklung einer weitgehend eigenständigen
Versorgung mit Nahrungsmitteln, da der Bedarf an
Nahrungsmitteln von den wenigen Flächen her, die
kultiviert werden können, nicht gedeckt werden kann.
Deviseneinnahmen erzielen
die Seychellen aber auch durch die Vergabe von
Fischerei-Lizenzen an Länder wie Japan und Korea, sowie an
die Europäische Union. Die Seychellen verfügen über eine
Exklusive Wirtschaftszone im Indischen Ozean.
Durch ein Joint Venture
mit der US-Investmentfirma „Lehmann Brothers Merchant
Bank“ mit der Regierung der Seychellen entstand die
"Indian Ocean Tuna", eine der größten Fisch verarbeitenden
Fabriken der Welt. Und auch ansonsten ist das Interesse an
ausländischen Direktinvestitionen auf den Seychellen sehr
groß.
Bevor jedoch investiert werden in eine Wirtschaftsprojekt,
muss von den ausländischen Investoren eine
Investitionsgenehmigung von der Regierung eingeholt
werden.
Zurzeit gibt es insbesondere im Bausektor entsprechende
ausländische Investitionen.
Insbesondere im Luxushotelneubau. Aber auch bei der
Wiedererrichtung von Gebäuden, die durch den Tsunami im
Dezember 2005 zerstört wurden, gibt es nennenswerte
ausländische Beteiligungen im Bezug auf die Investitionen.
Die Seychellen sind unter anderem Mitglied der African
Development Bank (ADB), sowie der Indian Ocean Commission
(COI).
In Folge der Anschläge
vom 11. September 2001 und auch der Golfkriege, versucht
die Regierung aber weiterhin die bestehende große
Abhängigkeit vom Tourismus im Bezug auf die
Wirtschaftseinnahmen zu reduzieren. Die Anstrengungen
konzentrieren sich dabei insbesondere auf den Bereich
Fischfang und Agrarwirtschaft, aber auch die Schaffung von
kleinen Industrieunternehmen.
Investment Beteiligung